Stell dir vor, du schreibst deinem Computer eine Nachricht über WhatsApp – und er erledigt die Aufgabe für dich. Genau das macht OpenClaw möglich. Einige Beobachter sprechen bereits vom nächsten großen Schritt in der KI-Entwicklung. Doch so praktisch das Tool auch ist, es birgt erhebliche Gefahren.
Was kann das Tool?
OpenClaw ist eine Schnittstelle zwischen deinem Computer und Chat-Apps wie Telegram, Slack oder WhatsApp. Das Tool fungiert als persönlicher Assistent, den du von überall erreichen kannst und der selbstständig Aufgaben auf deinem Rechner erledigt.
In der Praxis sieht das so aus: Du bist unterwegs und bittest OpenClaw, eine wichtige Datei per E-Mail zu verschicken. Oder das Tool recherchiert Informationen im Browser und fasst sie für dich zusammen. Es kann automatisch Backups deiner Dateien nach festgelegten Zeitplänen erstellen, Termine in deinem Kalender verwalten oder Programme starten.
Das Besondere dabei ist, dass OpenClaw den Browser nutzen kann, sich Informationen merkt, dazulernt und vollständigen Zugriff auf deinen Computer hat.
Genau dieser vollständige Zugriff macht OpenClaw auch riskant. Das Tool unterscheidet nicht zwischen wichtigen und unwichtigen Dateien – im Zweifel löscht es auch mal etwas, das du eigentlich behalten wolltest.
Dazu kommen weitere Gefahren: Wenn jemand Zugriff auf deinen Messenger erhält, kontrolliert er indirekt deinen gesamten Computer. Das Tool könnte sensible Informationen an das verknüpfte Sprachmodell weitergeben, und ohne ausreichende Sicherheitsvorkehrungen besteht die Gefahr von Datenverlust oder Systemschäden.
Wie nutze ich das Tool?
OpenClaw ist derzeit noch etwas für Expert:innen. Ich empfehle dringend, das Tool nur in einer Testumgebung zu nutzen, wo ruhig mal etwas schiefgehen darf – nicht auf deinem Hauptcomputer.
Die Einrichtung funktioniert folgendermaßen: Während der Installation verknüpfst du einen Messenger-Dienst deiner Wahl. Dann benötigst du ein Sprachmodell, entweder lokal auf deinem Computer oder einen Cloud-Dienst wie Claude, der sehr leistungsstark, aber auch teuer ist. Danach chattest du einfach per Messenger, und OpenClaw erledigt die Aufgaben im Hintergrund auf deinem Computer.
Wie viel kostet das Tool?
OpenClaw selbst ist kostenlos und quelloffen. Kosten können aber entstehen, wenn du ein kommerzielles Sprachmodell wie Claude verknüpfst. Diese Dienste rechnen nach Nutzung ab, was schnell ins Geld gehen kann.



