Einige KI-Beobachter:innen haben in den vergangenen Wochen ihren zweiten „ChatGPT-Moment“ erlebt. Der Auslöser ist Claude Code. Ich erkläre dir, was das Tool so spannend macht.
Was kann Claude Code?
Claude Code ist ein Programmier-Assistent, der direkt in deinem Terminal läuft – also in der Kommandozeile, mit der Entwickler:innen arbeiten. Du kannst ihm in normaler Sprache sagen, was du programmieren möchtest, und er schreibt den Code für dich, findet Fehler, erklärt komplizierte Stellen im Code oder erledigt nervige Routine-Aufgaben wie das Beheben von kleinen Fehlermeldungen.
Das Besondere: Claude Code kann wirklich mit den Dateien auf deinem Computer arbeiten, versteht dein ganzes Projekt und kann sogar selbstständig Änderungen vornehmen und speichern.
Alternativen sind OpenAI Codex, Google Gemini CLI, Windsurf oder GitHub Copilot.
Wie nutze ich Claude Code?
Nach der Installation öffnest du einfach dein Terminal, gehst in den Ordner mit deinem Projekt und tippst „claude“ ein. Dann kannst du ganz normal schreiben, was du möchtest – zum Beispiel „Kannst du mir erklären, was diese Funktion macht?“ oder „Bitte füge eine neue Funktion hinzu, die E-Mails versendet“. Claude Code antwortet dir und führt die Aufgaben direkt aus.
Du musst keine komplizierten Befehle lernen oder eine neue Software öffnen – es funktioniert dort, wo du ohnehin schon arbeitest. Es gibt auch eine Version für Visual Studio Code (einen beliebten Code-Editor), falls du lieber in einer grafischen Oberfläche arbeiten möchtest.
Wie viel kostet Claude Code?
Claude Code ist im Pro-Abo für etwa 17 Euro pro Monat (bei jährlicher Zahlung) oder 20 Euro monatlich enthalten. Das reicht für leichte Programmierarbeit und zum Ausprobieren.
Wer täglich viel programmiert, braucht wahrscheinlich das Max-Abo für 100 oder 200 Euro im Monat – da bekommst du deutlich mehr Nutzung und Zugang zu den stärksten KI-Modellen.
Die kostenlose Gratis-Version von Claude hat keinen Zugriff auf Claude Code.



